07. Juli 2026

Geländeübung 2026 im Geopark-Vulkaneifel im Rahmen des Moduls PEA833 Hydrogeophysik Geländeübung 2026 im Geopark-Vulkaneifel im Rahmen des Moduls PEA833 Hydrogeophysik

Einmal jährlich findet im Masterstudiengang Physik der Erde und Atmosphäre (PEA) der Universität Bonn eine mehrtägige geophysikalische Geländeübung statt, in deren Rahmen Studierende die Planung, Durchführung und Auswertung geophysikalischer Feldmessungen erlernen.

Exkursionsteilnehmer
Exkursionsteilnehmer © Maximilian Weigand
Alle Bilder in Originalgröße herunterladen Der Abdruck im Zusammenhang mit der Nachricht ist kostenlos, dabei ist der angegebene Bildautor zu nennen.
Bitte füllen Sie dieses Feld mit dem im Platzhalter angegebenen Beispielformat aus.
Die Telefonnummer wird gemäß der DSGVO verarbeitet.

Mit dem Ziel der oberflächennahen Erkundung vulkanischer und hydrogeologischer Strukturen ging es Anfang Juni 2026 in den Geopark Vulkaneifel (https://www.geopark-vulkaneifel.de/, Rheinland-Pfalz). Untersucht wurden unterirdische Lavaströme sowie die darüber liegenden Sedimentschichten. Letztere spielen eine zentrale Rolle für die lokale Trinkwasserversorgung der Ortschaften Gillenfeld und Strohn sowie benachbarter Gemeinden. Begleitet wurde die Exkursion von Sabine Kummer, Mitarbeiterin des Geoparks Vulkaneifel und ehemalige Studentin der Universität Bonn. An verschiedenen geologischen Aufschlüssen vermittelte sie den Studierenden die geologisch-explosive Entstehungsgeschichte der Region.

Mithilfe verschiedener geophysikalischer Verfahren wurden zwei Standorte in der Umgebung von Gillenfeld und Strohn untersucht. Bildgebende geoelektrische Messungen der induzierten Polarisation ermöglichen dabei eine hydrogeophysikalische Charakterisierung der abgelagerten Sedimentschichten. Grenzflächen zwischen geologischen Einheiten lassen sich mithilfe seismischer Messungen erkunden. Hierbei erzeugen die Studierenden mit einem Hammer seismische Wellen im Untergrund, die sich ausbreiten und in einiger Entfernung von Geophonen aufgezeichnet werden. Die registrierten Signale enthalten Informationen über die verschiedenen Schichten im Untergrund und ermöglichen so Rückschlüsse auf deren Aufbau und Eigenschaften.

Messungen der induzierten Polarisation
Messungen der induzierten Polarisation © Maximilian Weigand
Seismik-Messungen
Seismik-Messungen © Maximilian Weigand

Nach vier lehrreichen Tagen im Gelände ging es zurück in die trockenen Büros der Universität Bonn, wo die erhobenen Daten nun aufbereitet, ausgewertet und interpretiert werden.

Wir von der Arbeitsgruppe Geophysik freuen uns schon auf die Exkursion im nächste Jahr – vielleicht bist Du dann ja auch dabei?

Wird geladen