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Eisschilde an den Polen stehen in einer dynamischen Beziehung

Neue Forschungsergebnisse zeigen, dass das antarktische Eisschild während der letzten Eiszeit durch schmelzende Eisschilde in der Nordhemisphäre verändert wurde. Die neuen Erkenntnisse unter Beteiligung von Michael Weber vom Institut für Geowissenschaften der Universität Bonn sind nun im Fachjournal Nature veröffentlicht worden. Mit Hilfe neuer Modellrechnungen, die Ozean, Eisschild und vertikale Krustenbewegungen koppeln, konnten zum ersten mal längere Zeiträume analysiert und gemeinsam mit den neuesten geologischen Befunden interpretiert werden. Entsprechend hat vor allem während der natürlichen Klimaerwärmung nach der letzten Eiszeit vor 19.000 bis 9.000 Jahren vor heute, der Rückzug des Eises im Norden auch einen Rückzug des Eises in der Antarktis bewirkt.

Publikation: Natalya Gomez, Michael E. Weber, Peter U. Clark, Jerry X. Mitrovica & Holly K. Han: Antarctic dynamics amplified by Northern Hemisphere sea-level forcing, Nature, DOI: 10.1038/s441586-020-2916-2

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