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Eiskernforschung in der Antarktis wirft neues Licht auf die Rolle des Meereises für den globalen Kohlenstoffhaushalt

Neue Forschungsergebnisse unterstreichen die entscheidende Rolle, die das Meereis im gesamten Südpolarmeer für das atmosphärische CO2 in Zeiten des raschen Klimawandels in der Vergangenheit spielte. Ein internationales Wissenschaftlerteam unter Beteiligung von Michael Weber vom Institut für Geowissenschaften der Universität Bonn hat gezeigt, dass das saisonale Wachstum und die Zerstörung des Meereises in einer sich erwärmenden Welt die biologische Produktivität der Meere rund um die Antarktis erhöht, indem es Kohlenstoff aus der Atmosphäre abzieht und im tiefen Ozean speichert. Dieser Prozess trägt dazu bei, eine seit langem bestehende Frage über eine scheinbare 1.900 Jahre andauernde Pause im CO2-Anstieg der Atmosphäre während einer Periode zu erklären, die als antarktische Kaltumkehr bekannt ist.

Die Forschungsergebnisse wurden nun in „Nature Geoscience“ veröffentlicht:
Southern Ocean carbon sink enhanced by sea-ice feedbacks at the Antarctic Cold Reversal, DOI 10.1038/s41561-020-0587-0.
https://www.nature.com/articles/s41561-020-0587-0

 

Hier geht es zur vollständigen Presse-Mitteilung der Universität Bonn:
deutsch: https://www.uni-bonn.de/neues/139-2020
englisch: https://www.uni-bonn.de/news/139-2020

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