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Megatherium

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Photo aus "Mammal evolution" RJG Savage&MR Long,
Facts On File Publications 1986

Heutige Faultiere sind von bescheidener Größe, wenn man sie mit den ausgestorbenen, bodenlebenden Riesenfaultieren vergleicht. Man findet ihre fossilen Reste ausschließlich in der Neuen Welt. Im Pleistozän zeigen Arten dieser Familie wahrhaften Riesenwuchs mit Größen bis zu 5 m bei einem Gewicht von bis zu 3 t. Erstaunlicherweise belegen fossile Fußspuren aus Argentinien, dass sich einige Vertreter zumindest zeitweise auf zwei Beinen fortbewegt haben. Riesenfaultiere haben sich von pflanzlicher Kost ernährt, die sie überwiegend von den Zweigen der Bäume ihres Lebensraumes abweideten.

Nach der Schließung des Isthmus von Panama vor etwa 4 Millionen Jahren wanderten einige dieser ursprünglich in Südamerika beheimateten Arten auch nach Mittel- und Nordamerika ein. Zum Ende des Eiszeitalters vor 10 000 Jahren sind die Riesenfaultiere ausgestorben.

Unsere Ausstellung zeigt das rechtes Hinterbein eines der größten Riesenfaultiere, die je existiert haben: Megatherium cuvieri. Übersetzt bedeutet dieser Name „Cuvier’s Riesentier" (Der Franzose Georges Cuvier war ein bedeutender Naturforscher des 18. und 19. Jahrhunderts).

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